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Studium von A bis Z

Lexikon: Begriffe rund um Fachhochschule und duales Studium

Was heißt ECTS, was ist ein Praxispartner, wann gilt die Regelstudienzeit? Hier steht es kurz und klar.

Aufgeschlagenes Wörterbuch mit Bleistift auf dem Schreibtisch
Foto: Diana ✨ / Pexels

Im Studium begegnen Ihnen Wörter, die in keiner Schule erklärt wurden: Modulhandbuch, Immatrikulation, Akkreditierung, Zulassungsbeschränkung. Das Lexikon ordnet sie ein, jeweils mit einem Satz vorneweg und Verweisen auf verwandte Begriffe.

Wo es einen Ratgeber gibt, der das Thema vertieft, finden Sie den Link direkt beim Begriff.

A

  • Allgemeine HochschulreifeDie allgemeine Hochschulreife, meist Abitur genannt, berechtigt zum Studium an Universitäten und Hochschulen aller Art.
  • Ausbildungsintegriertes StudiumEin ausbildungsintegriertes Studium führt Berufsausbildung und Hochschulstudium in einem gemeinsamen Programm zusammen und endet mit zwei Abschlüssen.
  • AkkreditierungAkkreditierung ist die externe Prüfung, ob ein Studiengang fachliche und qualitative Mindeststandards erfüllt.
  • AusbildungsvertragDer Ausbildungsvertrag regelt Inhalte, Dauer, Vergütung und Pflichten zwischen Auszubildendem und Ausbildungsbetrieb.
  • Anerkennung von LeistungenAnerkennung von Leistungen bedeutet, dass an einer anderen Hochschule oder in einer Ausbildung erbrachte Leistungen auf das aktuelle Studium angerechnet werden.
  • Angewandte ForschungAngewandte Forschung bringt wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in konkrete Anwendungen in Wirtschaft, Technik und Gesellschaft.
  • AusbildungPlusAusbildungPlus ist die Datenbank des Bundesinstituts für Berufsbildung zu dualen Studiengängen, die Angebote und Teilnehmerzahlen erfasst.
  • Anrechnung beruflicher KompetenzenDie Anrechnung beruflicher Kompetenzen bedeutet, dass Wissen aus Berufspraxis oder Weiterbildung auf ein Studium angerechnet werden kann.
  • AusbildungsbetriebDer Ausbildungsbetrieb ist das Unternehmen, das Auszubildende oder dual Studierende anstellt und ihnen die praktischen Phasen der Ausbildung bietet.

B

  • Bachelor of EngineeringDer Bachelor of Engineering ist ein ingenieurwissenschaftlicher Hochschulabschluss, der an Fachhochschulen und HAWen häufig vergeben wird.
  • Bachelor of ScienceDer Bachelor of Science ist ein naturwissenschaftlich oder informatisch geprägter Hochschulabschluss mit einem stärkeren Fokus auf Methoden und Analyse.
  • BerufsausbildungEine Berufsausbildung ist die betriebliche und schulische Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, die mit einer Prüfung abschließt.
  • BachelorarbeitDie Bachelorarbeit ist die schriftliche Abschlussarbeit am Ende eines Bachelorstudiums, in der eine Fragestellung selbstständig bearbeitet wird.
  • BAföGBAföG ist die staatliche Ausbildungsförderung für Studierende, die je nach Einkommen und Wohnsituation einen Zuschuss und ein Darlehen umfassen kann.
  • BewerbungsfristDie Bewerbungsfrist ist der festgelegte Zeitraum, in dem Unterlagen für einen Studiengang eingereicht werden müssen, damit die Bewerbung berücksichtigt wird.

C

  • CampusDer Campus ist das Hochschulgelände mit Gebäuden, Bibliothek, Mensa und Einrichtungen, auf dem Studierende Lehre, Labore und Freizeit erleben.

D

  • Duale HochschuleEine Duale Hochschule verbindet Studium und Ausbildung oder Berufspraxis, indem Studierende abwechselnd an der Hochschule und im Betrieb lernen.
  • Duales StudiumEin duales Studium kombiniert ein Hochschulstudium mit einer betrieblichen Ausbildung oder einer festen Praxisphase im Unternehmen.
  • DestatisDestatis ist das Statistische Bundesamt, das amtliche Zahlen zu Studierenden, Hochschulen und Studiengängen in Deutschland veröffentlicht.

E

  • ECTS-PunkteECTS-Punkte sind Leistungspunkte, mit denen der Arbeitsaufwand eines Moduls oder Studiengangs europaweit vergleichbar gemacht wird.
  • ExmatrikulationDie Exmatrikulation ist die offizielle Beendigung der Studierendeneigenschaft an einer Hochschule, etwa nach Abschluss oder Abbruch.
  • EignungsprüfungEine Eignungsprüfung ist ein Auswahlverfahren, mit dem Hochschulen prüfen, ob Bewerber für einen künstlerischen oder praktischen Studiengang geeignet sind.

F

  • FachhochschuleEine Fachhochschule ist eine Hochschule mit klarem Praxisbezug, die auf Berufsfelder wie Technik, Wirtschaft, Sozialwesen oder Gesundheit vorbereitet.
  • FachhochschulreifeDie Fachhochschulreife ist eine schulische Hochschulzugangsberechtigung, die den Zugang zu Fachhochschulen und HAWen eröffnet.
  • FernstudiumEin Fernstudium findet überwiegend zu Hause statt, mit Lernmaterialien, digitalen Lerneinheiten und nur gelegentlichen Präsenzphasen.

G

  • GasthörerGasthörer können einzelne Lehrveranstaltungen besuchen, ohne eingeschrieben zu sein oder einen Abschluss anzustreben.

H

  • Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW)Die HAW ist der heutige Name vieler Fachhochschulen und legt den Fokus auf praxisnahe Lehre und anwendungsorientierte Forschung.
  • HochschulzugangsberechtigungDie Hochschulzugangsberechtigung ist der formale Nachweis, dass man ein Studium an einer bestimmten Hochschulart beginnen darf.
  • HochschulrankingEin Hochschulranking vergleicht Hochschulen anhand von Kriterien wie Lehre, Forschung oder Studienbedingungen und dient als Orientierung bei der Studienwahl.
  • HochschulrektorenkonferenzDie Hochschulrektorenkonferenz, kurz HRK, ist der Zusammenschluss der deutschen Hochschulen, der unter anderem Statistiken zum Hochschulsystem veröffentlicht.
  • HochschulstatistikHochschulstatistik sammelt amtliche und verbandliche Zahlen zu Studierenden, Studiengängen und Hochschulen, um das Hochschulsystem zu beschreiben.

I

  • ImmatrikulationDie Immatrikulation ist die Einschreibung an einer Hochschule, mit der man offiziell Studierender wird und eine Matrikelnummer erhält.

K

  • KooperationspartnerEin Kooperationspartner ist eine Organisation, die mit einer Hochschule vertraglich zusammenarbeitet, etwa bei Projekten, Forschung oder Lehre.

L

  • LehrdeputatDas Lehrdeputat ist die Menge an Lehrveranstaltungsstunden, die Lehrende an einer Hochschule pro Woche verpflichtend unterrichten.
  • LehrbeauftragterLehrbeauftragte unterrichten einzelne Lehrveranstaltungen nebenberuflich, oft aus der Praxis, und ergänzen die hauptamtlichen Lehrenden.

M

  • Master-StudiengangEin Master-Studiengang baut auf einem ersten Hochschulabschluss auf und vertieft Fachwissen, Forschung oder Führungskompetenz.
  • ModulEin Modul ist eine thematisch abgeschlossene Lehreinheit innerhalb eines Studiengangs, die mit einer Prüfung oder Studienleistung endet.
  • ModulhandbuchDas Modulhandbuch beschreibt alle Module eines Studiengangs mit Inhalten, Lernzielen, Leistungspunkten und Prüfungsformen.

N

  • Numerus claususDer Numerus clausus ist eine Zulassungsbeschränkung, bei der ein Studienplatz nur an Bewerber mit bestimmten Auswahlkriterien vergeben wird.
  • NotensystemDas Notensystem an Hochschulen bewertet Prüfungsleistungen mit Noten, deren Bedeutung und Umrechnung in der Prüfungsordnung festgelegt sind.

P

  • PraxissemesterEin Praxissemester ist ein fest eingeplanter Studienabschnitt, in dem Studierende in einem Unternehmen oder einer Einrichtung arbeiten.
  • PraxispartnerEin Praxispartner ist ein Unternehmen oder eine Einrichtung, die Studierenden Praxisphasen, Projekte oder Ausbildungsplätze bietet.
  • PrüfungsordnungDie Prüfungsordnung regelt verbindlich, wie Prüfungen ablaufen, wie oft sie wiederholt werden können und welche Fristen gelten.
  • PraxisphaseEine Praxisphase ist ein im Studienplan festgelegter Zeitraum, in dem Studierende außerhalb der Hochschule in einem Betrieb arbeiten.
  • PrüfungsleistungEine Prüfungsleistung ist eine benotete Leistung, etwa eine Klausur, Hausarbeit oder mündliche Prüfung, mit der ein Modul abgeschlossen wird.
  • ProfessurEine Professur ist die Stelle einer hauptamtlich lehrenden Person an einer Hochschule, die Lehre, Forschung und Selbstverwaltung umfasst.

R

  • RegelstudienzeitDie Regelstudienzeit ist die Zeit, in der ein Studiengang laut Studienordnung bei normalem Verlauf abgeschlossen werden kann.

S

  • StudiengangEin Studiengang ist ein festgelegtes Studienprogramm mit Modulen, Abschluss und Prüfungsordnung, das an einer Hochschule angeboten wird.
  • StudienberatungDie Studienberatung der Hochschule hilft bei der Studienwahl, bei Zugangsfragen und bei Problemen im Studienverlauf.
  • StudienvertragDer Studienvertrag regelt das Verhältnis zwischen Studierenden und einer Hochschule oder Partnerakademie, besonders bei dualen Programmen.
  • StudienleistungEine Studienleistung ist eine unbenotete Leistung, etwa eine Übung oder ein Referat, die Voraussetzung für eine Prüfung sein kann.
  • SemesterwochenstundeEine Semesterwochenstunde, kurz SWS, ist die Einheit für den Umfang der Lehrveranstaltungen, die pro Woche im Semester stattfinden.
  • SemesterbeitragDer Semesterbeitrag ist die Gebühr, die Studierende an öffentlichen Hochschulen je Semester zahlen, oft inklusive Studierendenwerk und Semesterticket.
  • StudienabbruchEin Studienabbruch bedeutet, dass ein Studium ohne Abschluss beendet wird, was oft mit Exmatrikulation und Wechselmöglichkeiten verbunden ist.
  • SommersemesterDas Sommersemester ist das Studienhalbjahr im Frühjahr und Sommer, das an vielen Hochschulen ein zweiter Starttermin für Studiengänge ist.
  • StudienfinanzierungStudienfinanzierung umfasst alle Wege, das Studium zu bezahlen, etwa BAföG, Stipendien, Nebenjob, Vergütung im dualen Studium oder Eltern.
  • StipendiumEin Stipendium ist eine Förderung, die Studierende unabhängig von einer Rückzahlung erhalten, oft nach Leistung, Engagement oder Herkunft.
  • StudentenwerkDas Studentenwerk ist die öffentliche Einrichtung, die Studierenden Mensen, Wohnheime, Beratung und oft auch BAföG-Anträge zugänglich macht.
  • StudienkollegEin Studienkolleg bereitet ausländische Studienbewerber mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung auf die Aufnahme eines Studiums in Deutschland vor.
  • StudienjahrDas Studienjahr umfasst die beiden Semester eines Hochschuljahres, also Wintersemester und Sommersemester zusammen.
  • StudienplanDer Studienplan zeigt, welche Module in welchem Semester vorgesehen sind und wie der Studiengang zeitlich aufgebaut ist.
  • StudierendenzahlDie Studierendenzahl gibt an, wie viele Personen an Hochschulen eingeschrieben sind, und wird in Statistiken nach Hochschultyp und Semester erfasst.

T

  • Technische HochschuleEine Technische Hochschule ist eine Hochschule mit Schwerpunkt auf Ingenieur- und Naturwissenschaften, die oft ebenfalls praxisnah lehrt.
  • TeilzeitstudiumEin Teilzeitstudium verteilt die Studienleistungen auf einen längeren Zeitraum, damit es neben Beruf oder Familie machbar bleibt.

V

  • Vergütung im dualen StudiumDie Vergütung im dualen Studium ist das Entgelt, das Studierende während der betrieblichen Phasen vom Partnerunternehmen erhalten.
  • VorlesungszeitDie Vorlesungszeit ist der Zeitraum im Semester, in dem Lehrveranstaltungen stattfinden, getrennt von der vorlesungsfreien Zeit mit Prüfungen.

W

  • WintersemesterDas Wintersemester ist das Studienhalbjahr, das im Herbst beginnt und meist bis zum Frühjahr dauert, und zugleich der häufigste Studienstart.
  • WohnkostenpauschaleDie Wohnkostenpauschale ist ein fester Betrag im BAföG, der Mietkosten für Studierende pauschal abdeckt, wenn sie nicht bei den Eltern wohnen.
  • WissenstransferWissenstransfer beschreibt den Austausch von Forschungswissen zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft, etwa durch Projekte oder Weiterbildung.

Z

  • ZulassungsbeschränkungEine Zulassungsbeschränkung begrenzt die Zahl der Studienplätze und regelt, nach welchen Kriterien Bewerber ausgewählt werden.