Begriff
Lehrdeputat
Das Lehrdeputat ist die Menge an Lehrveranstaltungsstunden, die Lehrende an einer Hochschule pro Woche verpflichtend unterrichten.
Das Lehrdeputat legt fest, wie viele Lehrstunden Lehrende an einer Hochschule pro Semester oder Woche übernehmen müssen. An Fachhochschulen und HAWen liegt es meist deutlich über dem an Universitäten, weil der Schwerpunkt stärker auf der Lehre liegt. Die genaue Höhe ist im Landesrecht und in der Hochschulordnung geregelt.
Für Studierende ist das Lehrdeputat indirekt wichtig. Es bestimmt, wie viel Zeit Lehrende für Betreuung, Sprechstunden und Projekte haben. Ein hoher Lehranteil kann bedeuten, dass weniger Zeit für Forschung bleibt, aber die Lehre dafür praxisnäher wirkt.
Bei der Auswahl eines Studiengangs lohnt es sich, auf die Betreuungssituation zu achten. Sprechstunden, Projektbetreuung und Kontakt zu Lehrenden sind oft ausschlaggebend für den Studienerfolg.
Ähnliche Stichwörter
- ProfessurEine Professur ist die Stelle einer hauptamtlich lehrenden Person an einer Hochschule, die Lehre, Forschung und Selbstverwaltung umfasst.
- LehrbeauftragterLehrbeauftragte unterrichten einzelne Lehrveranstaltungen nebenberuflich, oft aus der Praxis, und ergänzen die hauptamtlichen Lehrenden.
- Angewandte ForschungAngewandte Forschung bringt wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in konkrete Anwendungen in Wirtschaft, Technik und Gesellschaft.
- StudiengangEin Studiengang ist ein festgelegtes Studienprogramm mit Modulen, Abschluss und Prüfungsordnung, das an einer Hochschule angeboten wird.